Start Kategorie als Tabelle Stammapostel Leber in Fellbach (04. Februar 2007)
Stammapostel Leber in Fellbach (04. Februar 2007) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Timo Heinz   
Montag, den 26. März 2007 um 20:36 Uhr

Nicht liegen bleiben!

 

Textwort: Sprüche 24, 16: „… ein Gerechter fällt siebenmal und steht wieder auf, aber die Gottlosen versinken im Unglück.“

Das Wort ist aus der Zeit des Alten Testaments; das Gesetz, die Gebote stehen im Vordergrund. Beide, der Gerechte und der Gottlose, fallen; jeder übertritt die Gebote – aber der Gerechte steht wieder auf, der Gottlose aber wird hineingezogen „in den Sumpf der Sünde“ und hat nicht den Willen, sich daraus zu befreien. „Gerecht“ ist der, der es mit seinem Glauben ernst nimmt.

Die Botschaft ist: „Nicht liegen bleiben!“


Beispielhaft einige Elemente im Glaubensleben, in denen wir fallen können:

  • Glaube. Dass Zweifelsgedanken kommen, ist verständlich und menschlich. Aber es ist entscheidend, ob man sich dem Zweifel hingibt oder ob man dagegen ankämpft. Der Gerechte will da herauskommen; er ringt sich wieder zum Glauben durch. Der Gottlose „versinkt im Unglück“, lässt sich von den Zweifelsgedanken schließlich so erfüllen, dass er keinen klaren Standpunkt mehr hat.
  • Nachfolge. Nachfolge bedeutet im Kern, dass wir uns ganz nach Jesu Wesen ausrichten, nach seiner Sanftmut, Milde, Großzügigkeit, Übersicht, der Art, wie er seinen Vater erhöhte … Wir fallen oft. Der Gottlose gibt auf, wendet sich anderen Maßstäben zu. Aber Gerechte wenden immer wieder den „Maßstab Jesus“ an – heraus aus der Gleichgültigkeit.
  • Herzliches Einssein in der Gemeinde. Es gibt schon einmal Störungen, Ärger, Missverständnisse. Versinken wir nicht darin, sondern kämpfen wir darum, dass wir wieder zur Einheit kommen (das Gespräch suchen, versöhnungsbereit sein)!
  • Aufschauen zu den Vorangängern. Vielleicht fällt man in dem Sinn, dass man eine Entscheidung nicht versteht, sich sogar darüber ärgert. Der Gottlose wird dann eigene Wege gehen. Der Gerechte ist sich darüber im Klaren: „Es sind Knechte Gottes, uns zum Segen gegeben!“ Er wird darum kämpfen, dass das Vertrauensverhältnis zum Segensträger wieder hergestellt und gefestigt wird.
  • Freude am Herrn. Es gibt Tage, wo man begeistert ist, an der Sache des Herrn zu stehen, aber auch solche, wo sie etwas verblasst. Der Gottlose arrangiert sich mit solch einem Zustand und wird andere Quellen der Freude suchen. Der Gerechte kämpft darum, dass er wieder Freude findet im Werk Gottes, indem er die Quellen der Freude nutzt: im Gottesdienst, im Gebet, in der Gemeinschaft.
  • Dienen im Werk Gottes, Dienstbereitschaft. Es gibt Phasen, besonders auch bei den jungen Geschwistern, wo durch die persönliche Lebensplanung die Bereitschaft, dem Herrn zu dienen, in den Hintergrund tritt. Da wollen wir uns prüfen: Nimmt man die natürlichen Verhältnisse vielleicht als Alibi? Gibt es nicht doch die Möglichkeit, sich ein bisschen Freiraum für den Herrn zur reservieren? Der Gottlose vergisst das schnell, er sagt: „Es geht gar nicht anders! Ich habe keine Zeit!“ Aber der Gerechte findet doch die Möglichkeit, einen gewissen Raum für den Herrn zu reservieren. Das muss man erkämpfen, auch dafür bereit sein!
  • Sehnsucht nach dem Tag des Herrn. Es ist manches Mal so, dass man tiefstes Sehnen und brennendes Verlangen hat: „Ach könnte es doch heute sein, dass der Herr kommt!“, es gibt jedoch auch Tage, wo dies in den Hintergrund geraten ist. Der Gerechte und der Gottlose fallen – entscheidend ist, was man dann tut. Beim Gottlosen kommt schnell die Meinung auf: „Mein Herr kommt noch lange nicht!“ Aber wer es ernst meint mit seinem Glauben, möchte sich unbedingt dieses Sehnen nach dem Tag des Herrn bewahren. Wir wollen hier nicht gleichgültig sein, sondern danach trachten, dass die Sehnsucht im Herzen ist und unser Handeln, unser Leben bestimmt!

Der Herr sieht darauf, wie wir uns bemühen. Am Tag des Herrn wird es den Ausschlag geben, wie das Bemühen war. Das Bemühen, das Kämpfen, ist und bleibt entscheidend! Seien wir auch sicher, der Herr gibt Gnade dazu! Ohne seine Gnade wäre dies alles nicht möglich.
Gedanken am Anfang des Gottesdienstes, bezogen auf die Begebenheit mit dem blinden Bartimäus (vgl. Markus 10, 49):
Dieser Dreiklang gilt auch uns heute: „Sei getrost, stehe [im Geistigen] auf! Und höre auf den Ruf Gottes!“

  • „Sei getrost“ – dies ist die liebevolle Zuwendung Gottes, öffne dein Herz dafür! So blicke auch getrost in die Zukunft, voller Zuversicht, fasse Mut!
  • „Stehe auf!“ Wenn man aufsteht, bleibt man nicht in dem Bisherigen, sondern verändert seine Position (festgefahrenen Meinungen und Ansichten).

„Er ruft dich!“ Der Herr ruft einen jeden Einzelnen, er möchte uns begegnen und hat uns in jedem Gottesdienst etwas zu sagen.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 18. August 2010 um 16:22 Uhr
 
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