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Nachmittagsprogramm beim Jugendtag 2010


Bevor es nach dem Gottesdienst mit den mittäglichen Aktivitäten losgehen konnte, brauchten die Teilnehmer des Jugendtages 2010 erst einmal eine Stärkung. Zwei Stationen standen bereit, um die Hungrigen mit Schnitzel und Kartoffelsalat oder einem vegetarischen Menü zu versorgen. Die Planung schien dabei gut aufzugehen, sodass die Schlangen zwar zum Teil etwas länger waren, man aber trotzdem schnell vorwärts kam und nicht zu lange auf sein Essen warten musste. In wessen Magen kein gar zu großes Loch klaffte, hatte indes schon zu diesem Zeitpunkt die Möglichkeit, professionelle Erinnerungsfotos schießen zu lassen und so nebenbei auch dem größten Ansturm auf die Essensausgaben zu entfliehen. Nachdem dann schließlich alle satt und zufrieden waren, konnte gegen 13:30 Uhr das Nachmittagsprogramm beginnen.



Über das ganze Gelände waren verschiedene Angebote verteilt, die man nach Lust und Laune besuchen konnte. Zum Beispiel zog ein Vortrag zum Thema „Biotechnik und unser Glaube“, gehalten von Evangelist Wabitsch aus Ulm, viele Interessierte zurück in die große Halle, in der auch der Gottesdienst stattgefunden hatte.

Der Bezirk Heidenheim lud indes zum Bühnenstück „Glaube Erleben“ ein. Dass selten alles perfekt läuft, haben schon viele schmerzlich erfahren, und auch die Heidenheimer mussten an dem Tag zu dieser Erkenntnis kommen. Ein PC schaffte es nicht rechtzeitig zum geplanten Vorführungsstart nach Waltenhofen, sodass das Bühnenstück leider nicht aufgeführt werden konnte. Doch die Heidenheimer ließen sich nicht lumpen und zauberten flugs ein Alternativprogramm aus dem Hut: Angelehnt an eine repräsentative Studie zum Thema Glaube und Glauben persönlich erleben boten sie eine Umfrage unter den neuapostolischen Jugendlichen an, was Glaube für sie ganz persönlich bedeutet und wie sie ihn erleben. Zettel und Schreibgerät genommen, die vorgedruckten Fragen beantwortet (Wie oft bete ich? Wie offen bin ich gegenüber anderen Konfessionen? …) – und schon war man dabei. Zum Ende der ursprünglich geplanten Vortragszeit wurden die Ergebnisse dann präsentiert und Vergleiche zur Original-Studie gezogen. Bis es so weit war, konnte man sitzen bleiben und am offenen Singen teilnehmen – oder ein anderes Angebot wahrnehmen.

Wie etwa einen der beiden Workshops. Im einen gab es Tipps zur aktiven Mitarbeit in der Jugend. Wer teilnehmen wollte, wurde von Mitgliedern des Bezirks Ravensburg in einem Nebenraum der großen Halle empfangen. Der andere Workshop wurde vom Bezirk Ulm angeboten und stand unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“. Hier drehte sich alles um die Gruppendynamik.

Wem nach körperlicher Betätigung zumute war, kam ebenfalls nicht zu kurz. Fleißige Helfer aus dem Bezirk Memmingen etwa hatten auf dem Sportplatz den „Church Run“ aufgebaut – einen Staffellauf mit Sackhüpfen und allem, was dazugehört. Weiterhin waren Felder für Fußball und Volleyball vorbereitet worden, die sich trotz hoher Temperaturen großer Beliebtheit erfreuten.

Last but not least hatte sich auch unser Bezirk Schwäbisch Gmünd mit ein paar Programmpunkten eingebracht. Passend zur Allgäu-Region war eine (künstliche) Kuh aufgestellt worden, an deren Gummi-Euter man sich im Wettmelken versuchen konnte. Zahlreiche Kandidaten traten an, um in 60 Sekunden so viel Milch wie möglich in den Eimer zu befördern. Unter den Zurufen eines Moderators und der Begeisterung der umstehenden Zuschauer liefen sie zu Höchstform auf, sodass ein Rekord den anderen jagte. Ob alleine oder im Team mit bis zu 3 anderen, egal – Hauptsache die Milch floss!

Zur Regeneration nach dieser harten Arbeit oder als Abkühlung gegen das heiße Wetter boten die Schwäbisch Gmünder gleich daneben eine Milchbar an, an der man sich mit kalten Erfrischungen versorgen konnte. Gegen einen kleinen Geldbetrag erhielt man schnell einen Becher frisch gemixter „Judas to go“, „Kämmerer aus dem Morgenland“, oder „Roter Ämtertrunk“ – mit frischer, nicht aus Plastik-Kühen gemolkener Milch, versteht sich. Dieser konnte dann bei Musik unterm Zeltdach oder im Schatten eines der vielen Sonnenschirme genossen werden. Letztere gehörten zur Chill Out Zone, dem dritten Programmpunkt des Schwäbisch Gmünder Bezirks. Dieser Bereich bot Entspannung, Schutz vor dem Trubel oder einfach mal die Möglichkeit, sich vom frühen Aufstehen zu erholen.

Abschließendes Highlight nach diesem Wahlprogramm was ein Podiumsgespräch mit Apostel und Bischof. Nach einem kleinen musikalischen Vorprogramm zur Einstimmung beantworteten die beiden Gottesmänner eine Stunde lang viele Fragen, die die Jugend im Vorfeld gestellt hatte. Präsentiert von zwei jugendlichen Vertreterinnen, streiften die Fragen die verschiedensten Themenbereiche: Persönliche Erlebnisse, die Lehre unserer Kirche, Probleme des Alltags und noch vieles mehr.

Zusammen mit dem Gottesdienst am Morgen machte das Nachmittagsprogramm den Jugendtag 2010 in Waltenhofen insgesamt zu einem tollen Tag. Dass das Programm nicht so vielfältig und umfangreich wie beim EJT im Jahr zuvor sein konnte, war bereits im Vorfeld klar; doch selbst falls einem nicht alle Angebote zusagt haben sollten, dürften doch für jeden ein paar Dinge dabei gewesen sein, sodass schlussendlich alle die Möglichkeit hatten, viel Freude und Schwung aus diesem elften Juli mitzunehmen.

 

 
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