| Kommentar - (Gott)Vertrauen |
|
|
|
| Geschrieben von: Christian Müller |
| Sonntag, den 07. Februar 2010 um 21:47 Uhr |
|
"Das macht absolut keinen Sinn! WARUM muss mir das jetzt passieren?!?" "Keine Ahnung, aber das wirst Du irgendwann verstehen, es hat ganz sicher einen Sinn!" - Schon mal gehört? Ziemlich sicher hat fast jeder von uns schon mal an dem Punkt gestanden, dass er oder sie absolut nicht verstanden hat, warum jetzt gerade etwas passiert ist oder ein Problem aufgetaucht ist. Oft habe wir keine Sekunde damit gerechnet, engagieren uns in der Kirche und setzten uns für unseren himmlischen Vater ein. Und trotzdme gehen Dinge schief, die uns daran zweifeln lassen, dass das alles Sinn macht. Doch verstehen wir wirklich immer im Nachhinein den Sinn? Nein, aber das ist auch nicht wichtig. Warum? Ganz einfach: Ich muss nicht unbedingt verstehen, warum etwas passiert, denn das Verständnis ändert nichts an der Situation. Was mir aber hilft ist Vertrauen. Klingt komisch? Okay, machen wir ein Beispiel: Ich engagiere mich in der Jugend, spiele im Orchester, in der Gemeinde, stecke viel Zeit in diese Arbeit. Es macht mir Spaß und alles klappt gut. Trotz lernen und allem verhaue ich aus heiterem Himmel eine sehr wichtige Prüfung im Studium und stehe plötzlich vor einer Nachklausur. Verhaue ich die auch noch muss ich ein Semester wiederholen, das kostet Geld und passt so überhaupt nicht in meine Planung. Jetzt kommen die Fragen: "Warum muss mir das passieren? Lieber Gott, ich bring mich doch wirklich in dein Werk ein, was soll das bitte?!?" Werd ich irgendwann verstehen warum das notwendig war? Vielleicht, kann sein, vielleicht erst in vielen Jahren, vielleicht nie. Meine Frage dazu: Ändert das für mich jetzt irgendwas? Nein, natürlich nicht. Selbst wenn ich es irgendwann verstehen sollte, das bringt mir in der konkreten Situation herzlich wenig, gar nichts um genau zu sein. Anklage, Sorge, Wut, Aufregung, Unsicherheit... alles normale, nachvollziehbare Reaktionen, aber keine davon hilft mir. Was allerdings hilft ist (Gott)Vertrauen. (Gott) steht bewusst in Klammern, denn Gottvertrauen ist zwar das wichtigste, aber nicht das einzige Vertrauen das ich brauche und mir hilft. Gottvertrauen bedeutet für mich: darauf zu vertrauen, dass mein himmlischer Vater ganz genau weiß, was er wann und warum zu lässt. Ich muss das nicht verstehen, aber ich verlasse mich darauf, das er es weiß. Das reicht mir, denn ich weiß, dass er mich liebt und mir niemals schaden wird. Dazu gehört aber auch Vertrauen in meine Freunde, die Gemeinschaft, meine Amtsträger und nicht zu letzt auch in mich und meine Stärken. Ohne Gottvertrauen bringt mir das andere Vertrauen nichts oder nicht viel, aber wenn ich Gott vertraue vertraue ich ja auch darauf, dass er mir im irdischen hilft. Und genau hier vertraue ich dann wieder auf die Gemeinschaft und die Menschen um mich herum, die Gott als Werkzeuge in seine Hand nehmen kann und wird, um mir zu helfen. Auch die Hilfe von Menschen, von meinen Freunden die mich auffangen, von der Gemeinschaft die da ist und mich spüren lässt "Du bist nicht allein, Du gehörst zu uns, wir stehen zusammen und lassen Dich nie fallen". Deshalb: wir müssen nicht verstehen, warum etwas geschieht oder welchen Sinn es hat. Klar ist es uns lieber wenn wir es verstehen können, natürlich wollen wir es trotzdem verstehen, doch ändern wird das konkret in den seltensten Fällen was. Was aber immer hilft ist Vertrauen. Vertrauen in Gott und Vertrauen in die Menschen, die Gemeinschaft und mich selbst. Denn dann kann ich, egal was kommt, viel ruhiger und sicherer an die Dinge heran gehen. CM |
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 18. August 2010 um 15:17 Uhr |


