Start Gottesdienste 2008 Bezirksapostel Ehrich in Schwäbisch Gmünd (12.11.2008) - 2
Bezirksapostel Ehrich in Schwäbisch Gmünd (12.11.2008) - 2 PDF Drucken E-Mail

Bezirksapostel Ehrich in Schwäbisch Gmünd - Zweiter Bericht

Textwort: "Es soll meine Freude sein, ihnen Gutes zu tun, und ich will sie in diesem Land einpflanzen, ganz gewiss, von ganzem Herzen und von ganzer Seele." (Jeremia 32,41)

Lieder: Eingang: 108, Abendmahl: 289

Nach dem Lied der Sänger, die den Begriff der Geborgenheit besungen haben, ging der Bezirksapostel darauf ein. Auch wir wollen in unserer Zeit Geborgenheit erleben. Oft sucht man im Leben auch die Balance zwischen Risiko und Chance. Geborgenheit aber ist etwas anderes.
Im Glaubensleben suchen wir auch Geborgenheit. Dabei soll unser Glaube nicht einfach die letzte Wahl sein, weil vielleicht nichts anderes übrig bleibt. Wir wollen aus Überzeugung glauben. Das gibt Geborgenheit und es spielt dann auch die Sicherheit eine gewisse Rolle dabei.

Bezirksapostel Ehrich:

Bild Bezirksapostel EhrichWir wollen also im Gemeindeleben keinen Abstand aufkommen lassen, sondern uns einbringen, also mitten im Geschehen stehen.

Das schafft auch Geborgenheit. Diese kann man nicht von außen vorgeben. Sie kommt von innen heraus. Geborgenheit empfindet jeder von uns aus seinem Inneren heraus.

Zum Textwort:

Die Situation damals kann man mit großer Unsicherheit im Volk Gottes beschreiben. Das Volk hatte sich von Gott abgewandt. Es kam sozusagen zum Strafgericht.  Das Land wurde belagert von Feinden.  Und gerade in dieser Zeit kauft nun Jeremia einen Acker für seinen Cousin. Jeremia investiert ein Stück seines Vermögens in einen Acker, also für die Zukunft trotz der unsicheren Zeiten. Sicher setzte er damit auch ein Zeichen im Volk Gottes. Ich vertraue Gott und vertraue auch in die Zukunft. (Zum Kapitel: Gott spricht durch Jeremia und bringt zum Ausdruck, dass Gott ihnen Land geben will, dass es Ihnen gehören soll.)

Bezug zu unserem Glaubensleben:

Es ist Ziel und Gottes Wille, Freude zu haben, indem er Gutes an uns tut. Wir sollen gleichsam eingepflanzt werden. Das war auch der Wille Gottes durch Jesus. Auch Jesu Absicht war es, die Seinen fest einzupflanzen im Werk Gottes.

Beispiel: der reiche Jüngling.

Dieser sollte auch eingepflanzt werden, was aber misslang. Es war der reiche Jüngling, der dieses Angebot nicht annehmen konnte, weil er sich von Irdischem trennen sollte und in die Nachfolge treten sollte.

Einpflanzen steht dem Sinn des Wortes nach in Zusammenhang mit "fester, gewachsener Verbindung". So etwas braucht dann aber auch seine Zeit.
Das Textwort spricht davon, Gutes zu tun und fest einzupflanzen. Das wird im Textwort mit Nachdruck geäußert.

Wo Gutes getan wird, entsteht eine innere Verbindung zu dem, der uns Gutes getan hat. Das erleben wir schon so in unserem Alltag.
Was tat denn Gott Gutes an uns? Er vollzog an uns die Erwählung - ehe der Welt Grund gelegt war, wurden wir erwählt. Welch grandiose Tat.

Jeremia 31,3: "... Ich habe dich je und je geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte."

Das war das Gute, das er an uns getan hat.

Er gab/gibt uns außerdem:

  • sein Wort

  • Gnade
  • Liebe
  • Glaubenserlebnisse

Wir sollten uns das erlebte Gute immer wieder in Erinnerung bringen, dass es nicht vergessen wird.

Hat man Besonderes erlebt, war es oft so, dass es uns ganz ausgefüllt hat. Eine Zeit lang - und nach 3 Monaten? Ist alles wieder vergessen?

Verheißungen ...

  • wie zum Beispiel: "Siehe ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende."
  • oder auch: "Und wenn in hingehe, Euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen, um Euch zu mir ..."

Darin tut Gott Großes!

Sind wir denn wirklich fest eingwurzelt? Diese Frage wollen wir uns ernsthaft stellen. Machen wir es uns aber auch nicht zu leicht damit, diese Frage zu beantworten!

Nachfolge: das Wort annehmen, sich auf den Herrn einlassen, sind wir damit/dadurch sicher ganz fest verwurzelt?

Auch dazu einige Beispiele:

  • Jakob: Er war fest verwurzelt im Glauben seiner Väter.  Jakob rang mit Gott. Eine Nacht lang. Was war denn seine Einstellung? "Ich lasse Dich nicht, Du segnest mich denn". Es ist schon ein Unterschied, ob wir sagen, Herr, bitte segne mich, oder ob wir darum ringen, dass er uns segnet.
  • Josua: Er hielt den letzten Landtag ab. Das Volk tat den Götzendienst. Josua forderte eine Entscheidung. Wir kennen die Worte Josua: "Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen ...". Das ist fest verwurzelt sein. Da gibt es dann keine lästige Pflicht. Man tut es gerne. Man stellt gerne anderes zurück. Da wirkt man gerne mit und bringt sich ein.
  • Drei Männer im Feuerofen: Sie ließen sich durch nichts beirren oder umstimmen. Sie hielten Gott die Treue. So sagten sie, "... selbst wenn uns Gott nicht errettet, bleiben wir bei unserem Glauben ...". Sie waren fest verwurzelt. Wo auch wir fest verwurzelt sind, ist die Hilfe Gottes erlebbar. Dazu gehört nicht nur der Glaube sondern auch großes Vertrauen.
  • Petrus: Viele verließen Jesus, weil sie seine Worte nicht ertragen/verstehen konnten. Petrus zeigte mit seiner Antwort seine tiefe Verwurzelung mit dem Sohn Gottes. "Herr, wo sollten wir denn hingehen?". Wo solcher Glaube ist, da bringt uns nichts völlig aus der Ruhe oder macht uns durcheinander.

Was wir aus diesen 4 Beispielen lernen können, soll auch bei uns künftig so bleiben. Dann bleiben wir auch tief verwurzelt mit dem Herrn, und am Tag des Herrn und drüfen wir sicher sein, dass wir in Gnaden angenommen werden.

[Vielen Dank an den Autor für diesen Bericht!]

 
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